Stundenverrechnungssatzin 2 min berechnen
Der Stundenverrechnungssatz ist der Preis, den du für eine Arbeitsstunde auf die Rechnung schreibst, netto. Er muss den Lohn, alle Kosten deines Betriebs und deinen Gewinn tragen, und zwar nur über die Stunden, die du wirklich abrechnest.
So rechnest du ihn: Lohn im Monat geteilt durch die produktiven Stunden, plus Lohnnebenkosten, plus Gemeinkosten pro produktive Stunde, dann der Gewinnaufschlag obendrauf. Für Privatkunden kommt die Umsatzsteuer dazu. Unten steht ein Beispiel. Überschreibe es mit deinen Zahlen.
Dein Ergebnis
So kommt der Stundensatz zusammen
- Lohn pro produktive Stunde
- 31,72 €
- Lohnnebenkosten von 25 %
- 7,93 €
- Gemeinkosten
- 18,00 €
- Kosten pro Stunde
- 57,65 €
- Gewinnaufschlag von 20 %
- 11,53 €
- Verrechnungssatz pro Stunde
- 69,18 €
Bei 120 produktiven Stunden im Monat.
Formel und Annahmen
Lohn pro produktive Stunde, Lohnnebenkosten und Gemeinkosten sind zusammen die Kosten pro Stunde. Die Gemeinkosten pro Monat teilen wir dafür durch die produktiven Stunden im Betrieb. Der Gewinnaufschlag kommt auf die Kosten, und das Ergebnis ist dein Stundenverrechnungssatz, netto.
- Bezahlte Stunden pro Monat
- 173 Std.
- Bruttolohn pro Monat
- 3.806,00 €
- Produktive Stunden pro Monat
- 120 Std.
- Gemeinkosten pro Monat
- 2.160,00 €
- Produktive Stunden im Betrieb pro Monat
- 120 Std.
- Kosten pro Minute
- 0,9608 €
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Die 5 teuersten Kalkulationsfehler im Handwerk
Zu viele produktive Stunden
Der teuerste Fehler, und fast jeder macht ihn. Ein Geselle in Vollzeit wird für rund 173 Stunden im Monat bezahlt. Abgerechnet werden 100 bis 125, das sind 1.200 bis 1.500 im Jahr. Urlaub, Feiertage, Krankheit, Fahrten und Werkstattzeit gehen ab. Wer den Lohn auf die bezahlten Stunden umlegt statt auf die abgerechneten, rechnet seinen Stundensatz rund 30 Prozent zu klein.
Gemeinkosten geschätzt statt gerechnet
Fahrzeuge, Werkstatt, Büro, Software, Versicherungen, Steuerberater: oft mehrere tausend Euro im Monat, die nirgends im Stundensatz stehen. Das Beispiel oben rechnet mit 2.160 € im Monat. Nimm die Summe aus deiner Buchhaltung, auf die produktiven Stunden teilen wir sie. Raten kostet dich hier jeden Monat Geld.
Werkzeug und Maschinen tauchen nicht auf
3.000 bis 8.000 € im Jahr für Werkzeug, Maschinen und Ersatz sind in einem kleinen Betrieb normal, je nach Gewerk auch mehr. Wenn sie nicht in den Gemeinkosten stecken, zahlst du sie aus dem Gewinn.
Kein Gewinnaufschlag
Erst mal Aufträge bekommen heißt: zum Selbstkostenpreis arbeiten. Dann trägt kein Gewährleistungsfall, kein Ausfall und keine Investition. Die Handwerkskammern setzen oft rund 5 Prozent für Wagnis und Gewinn an. 10 bis 20 Prozent sind ein Puffer, mit dem ein Betrieb arbeiten kann.
Der Stundensatz steht seit Jahren
Löhne und Energie steigen, dein Satz nicht. Bei 4 Prozent Kostensteigerung im Jahr liegt ein zwei Jahre alter Stundensatz rund 8 Prozent unter den neuen Kosten. Rechne ihn einmal im Jahr neu.
Häufige Fragen
Was gehört in den Stundensatz?
Wie berechne ich den Stundenverrechnungssatz?
Was kostet eine Handwerkerstunde im Durchschnitt?
Ist der Stundensatz mit oder ohne Mehrwertsteuer?
Was sind produktive Stunden, und wie viele sind es?
Was gehört in die Lohnnebenkosten?
Wie hoch sollte der Gewinnaufschlag sein?
Was ist der Unterschied zwischen Stundenlohn und Stundenverrechnungssatz?
Ich will 4.000 € netto im Monat. Was muss ich die Stunde nehmen?
Was sage ich, wenn der Kunde den Stundensatz zu teuer findet?
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